Montag, 6. Januar 2014

FRASER ISLAND- (06. -08. 12)

Liebe Freunde, Verwandte, Leser und Leserinnen!
Wie ihr sicher sehen könnt, habe ich meinen Blog in letzter Zeit etwas vernachlässigt. Das lag daran, dass ich entweder keine Zeit hatte, so getan habe, dass ich keine Zeit hatte oder weil ich einfach nichts zu schreiben hatte, da die letzten Tage nicht leicht und einfach langweilig waren. Aber heute nehme ich mir mal genügend Zeit um meinen Blog wieder zu aktualisieren. Ich kann auf jeden Fall versprechen, es wird spannend, unterhaltsam und nervenaufreibend. Aber starten wir doch erstmals mit etwas Gutem: Die Fraser Island Tour!

Ich saß also am Freitag, den 06. 12 um ca. 7:15 im Bus, der mich zur Fähre nach Fraser Island bringen sollte. Ich suchte mir ein Platz im leeren Bus, Sonnenbrille auf und noch sehr gut verkatert.
Dennoch beobachtete ich neugierig, wie nach und nach immer mehr Personen aufgesammelt wurden und der Bus sich mit vielen jungen Leuten und vereinzelt älteren Touristen füllte. Nach ca. einer Stunde erreichten wir dann eine kleine Anlage mit kleinen Shops, wo wir unsere schweren Koffer und Backpacks in einen separaten Transporter verfrachtet haben, da diese später nachgeschickt werden.
Anschließend ging es weiter zu Fähre, die bereits auf uns wartete und nach kurzer Zeit ablegte. Ich setzte mich auf eine Bank im obersten Deck und bestaunte die schöne Aussicht und holte natürlich sofort meine Kamera raus. Die Sonne schien, der Himmel war wolkenlos, das Wasser hatte eine leicht grünliche Farbe und der Wind blies eine leichte Brise ins Gesicht, so kann man den Moment am besten beschreiben. Den Rest der Fahrt vertrieb ich mir die Zeit, indem ich mit einer älteren Dame aus Hervey Bay redete, die mich spontan ansprach und die ganz nett zu sein schien. So tauschten wir uns etwas aus, bevor wir dann den langgezogenen Holzsteg zur Insel erreichten.
Fraser Island ist die größte Sandinsel der Welt und wurde 1992 zum Weltkulturerbe ernannt. Da die komplette Insel aus Sand besteht, können dort nur Allradgeländewagen und Allradbusse fahren.

Welcome to Fraser Island


Am Ende des Holzstegs befanden sich ein paar Bänke und eine kleine Bar, dort wartete unsere Reiseleiterin schon auf uns. Sie stellte sich als Katie vor und war ca. 40 Jahre, hatte blonde Haare und trug beige Shorts und Bluse mit dem Emblem der Reisefirma „Cool Dingo Tours“. Alles in Allem machte sie einen netten Eindruck und machte direkt gute Stimmung.
Wir klärten ein paar Einzelheiten und dann stiegen wir auch schon in den Bus, viele würden jetzt sagen:“Warum hast du nicht die Self Drive Tour gemacht, wo man auch selber fahren kann? Die ist bestimmt besser“. Das ist so eine Sache, die ich mir abgewöhnt habe. Immer wenn man sieht, dass jemand etwas „besseres“ gemacht hat oder hat, ist man meist sofort deprimiert, bereut es und ist nur noch neidisch. Aber warum? Warum nicht einfach mal mit dem Zufrieden sein, was man hat und einfach nur das genießen was man gerade macht und nicht dem verpassten hinterher trauern. Wir machen hier in Australien alle andere Erfahrungen, aber wir sollten nie etwas bereuen, so sieht es aus. So saßen wir bequem im Bus und fuhren los. Katie trug vorne ein Headset und erzählte uns zuerst ein paar Kleinigkeiten über die Insel. Ich konnte mich darauf aber kaum konzentrieren, da ich einfach nur staunen musste. Ich habe noch nie einen richtigen tropischen Wald gesehen. Wenn ich aus dem Fenster guckte, sah in einen Wald mit vielen grünen Bäumen und Büschen, die meist noch direkt übereinander angeordnet waren, sodass die Sonne kaum bis zum Boden kam. Ich machte ein paar Fotos und genoss die Fahrt. Ziemlich schnell lernte ich die beiden, ebenfalls Alleinreisenden, Ryumam und (ich meine) Lu...La, ach keine Ahnung wie der Zweite hieß, kennen. Ryuman war ein sportlicher, 29 jähriger Spanier wie er im Buche steht. Er legte ebenfalls Wert auf die richtige Betonung seines Namens, was für jeden fast unmöglich war aber er wurde des Erklärens nicht müde. Rrrrrrr(gerollt)uuymam! Fremder Nummer 2 war 19 und kaum aus der Schweiz, wir bevorzugten beide jedoch von Anfang an die englische Sprache.
Kurz darauf kamen wir am Lake McKenzie an, eine See aus Regenwasser. Durch zahlreiche Bäume und dessen Blätter verwandelte sich der Sandboden in sog. „Coffeerock (Kaffeestein)“, dieser Boden ist Wasserundurchlässig und so sammelte sich über Jahrtausende dort Regenwasser an. Das Wasser ist extrem Nährstoffarm, weswegen dort kaum Fische leben. Katie erzählte uns ebenfalls, dass der Sand so fein sei, sodass man damit sogar seine Zähne putzen könnte.
So ging ich voller Vorfreude den Weg zum See entlang und staunte nicht schlecht als ich angekommen war. Vor mir zeichnete sich das malerische Bild eines tiefblauen Sees, im Hintergrund befanden sich kleine „Berge“, durch und durch begrünt und vor meine Füßen befand sich weißer Sand- Absolut atemberaubend. Völlig aufgeregt legten wir Strandtuch und überflüssige Kleidung ab und rannten in das Wasser und freuten uns einfach so welche Orte erleben zu dürfen. In so welchen Momenten kann ich mir nicht vorstellen immer noch in Deutschand zu sein, irgendwo studieren zu gehen und jeden Tag auf die Bahn zu warten. Stattdessen schwimme ich in einem Regenwassersee, auf einer geschützten Insel, bei über 30 Grad Celsius, mit wildfremdem Leuten, die ich gerade erst kennen gelernt habe. Das klingt selbst für mich unfassbar.





Lake McKenzie


Wir machten viele Fotos vom Strand aus und im Wasser mit Ruymams wasserdichter Kamera und schnorchelten mit Taucherbrille und Schnorchel. Nach ca. einer Stunde trafen wir Katie, die schon mit einem Buffet auf uns wartete. Es gab Burgerbrötchen oder Tortillas ´, die man sich mit zahlreichen kalten Zutaten belegen konnte, wovon wirklich jeder satt wurde. Beim Essen lernte ich meine Mitreisenden besser kennen, wovon aber die meisten eh aus Deutschland kamen.

Kookaburra





Nach dem Essen packten wir alles zusammen, verstauten es im Bus und fuhren zu einem Regenwald-Spaziergang. Doch kurz bevor wir losfuhren fragte Katie ob jemand vorne bei ihr mitfahren möchte. Ich schaute kurz ob sich jemand meldet, doch als ich sah, dass kaum einer die Hand hob, tat ich es. Vorne zu sitzen war ein wenig angenehmer, da dort auch die Sitze gefedert sind. Während die anderen irgendwelche Lieder von Katies Ipod hörten, unterhielten wir uns. Sie fragte mich, was ich so mache, wie mir die Reise und Australien gefiel und und und. So entwickelte sich ein ganz nettes Gespräch.

Katie



Nach ca. 30 Minuten erreichten wir einen Parkplatz, von dem aus wir zu unserem Walk aufbrachen. Über eine Trampelpfad ging es an Flora und Fauna vorbei. Neben dem Weg verlief ein kleiner Bach und riesige Bäume spendeten uns Schatten. Wenn ich mal, ein bisschen entfernt von der Gruppe, in Ruhe stehen geblieben bin, hört man Blätter knistern und ich fragt mich immer, ob gerade 5 Meter von mir eine Schlange vorbei zieht. Ein Spaziergang klingt zwar etwas langweilig, trotzdem war es eine tolle Sache.





Am Ende des Weges wartet schon Katie auf uns und sie zeigte uns anschließend das Holzfällerdorf, da bis vor ca. 20 Jahren hier feinstes Tropenholz abgeholzt wurde. Doch das Bester war, danach gab es Kaffee, Tee und Cooookies (hörte man die dicken, fiesen Engländerinnen schreien)! Also übersetzt: Es gab Kekse. Ein warmer Kaffee tut nach so einem Tag schon recht gut und den ein oder anderen Cookie lass ich auch nicht aus.
Anschließend ging es zurück zu unseren Lodges, davor hielten wir jedoch an dem einzigen Inselshop und der ganze Bus deckte sich mit Alkohol für die Nacht ein. Diese ganze Inselbereich mit unseren Schlaflodges, dem Shop und der Bar waren umzäunt, da im Wald wilde Dingos herumlaufen. Jeder von uns bekam einen Schlüssel und wir bezogen unsere Lodges. Was heißt da Lodges, das war für mich Luxus. Es gab kleine Häuser, die 5 Schlafräume beheimateten, eine Küche, ein Bad mit mehreren Duschen und einem großen Tisch in der Mitte. Wie zu erwarten war ich auf einem Zimmer mit Ruymam und (ich nenne in jetzt einfach mal) Lucifer. Anschließend hatten wir Dinnerbuffet, aber was für eins, es war alles vom Feinsten. Danach entschloss sich fast die ganze Gruppe, mit dem Bier zum Sonnenuntergang am Stand zu gehen. Wir setzen uns auf einen Baumstamm und redeten viel, hatten viel Spaß und hielten unsere Kameras auf Sonnenuntergang oder die Leute, bis wir dann im Dunkeln leicht angeheitert zurück fuhren und die Party in unsere Lodges verlegten.





Das Bild zeigt eine Kunstaktion vor mir: Karikatur eines selbstverliebten Spaniers"



Tag 2

Am zweiten Tag trafen wir uns um 7.30 wieder im Bus und begannen die nächste Fahrt. Leicht verkatert fuhren wir mit dem Bus eine Stunde auf die andere Seite der Insel. Die Insel war zwar nicht breit, allerdings fuhren wir halt durch unbefestigte Sandwege und das braucht halt seine Zeit.
So erreichten wir einen kleinen Ausblick, wir hielten, stiegen aus und wanderten bis zum einen Aussichtspunkt, von dem aus wir eine riesige Sanddüne sehen konnten. Katie verwies bei diesem Ausblick auf den Kampf zwischen den Pflanzen und dem Sand. Ich genoß kurz den Ausblick und zog mich dann wieder zurück, da es für mich definitiv noch zu früh war.


Anschließend fuhren wir zum 75-Mile Beach, wo wir das erste mal das andere Ende der Insel sahen . Das Wetter war perfekt, es war heiß und es gab vereinzelte Wolken, die Wellen luden zum surfen ein, jedoch wimmelt an den Inselstränden nur so vor Haien und Stachelrochen und ich bin ein großer Fan meiner Extremitäten, also ließ ich davon ab. Allerdings machte ich zahlreiche Fotos aus dem fahrenden Bus, bevor wir bei „Indian Heads“ angekommen sind. Indian Heads war eine großer Fels an einem Ende der Insel und von den Aborigines K´gari genannt wird. Wir liefen ca. 15 min. hoch bevor wir am Abhang angekommen sind. Uns bot sich ein toller Ausblick und ein sehr guter Ort um waghalsige Fotos zu machen. Ich kletterte mit Ruymam bis an ein schmales Ende von Indian Head und wir machten ein paar gute Fotos. Am Ende sahen ich noch ein Schildkröte, die mit minimaler Geschwindigkeit und minimaler Bewegung im Wasser trieb, naja, muss sie selber wissen . 








Ich kehrte dem Felsen den Rücken und machte mich auf dem Weg zum Bus, der unten auf uns wartet. Als wir angekommen waren fiel auf, dass unser Bus im Sand feststeckte und gerade von einem anderen Bus heraus gezogen wurde. Als wäre das nicht schon genug, wurde dabei anscheinend das Getriebe in Mitleidenschaft gezogen. Trotzdem versuchte Katie uns noch zum nächsten Punkt zu bringen, um da dann zusammen Lunch zu essen. Sie versuchte mit viel Schwung eine Anhöhe zu erklimmen, dabei wurden wir aber immer langsam und blieben am Ende wieder Stecken, Katie konnte uns immer heraus fahren und versuchte es noch 2-3 mal, danach jedoch konnte Katie aber den Gang nicht mehr wechseln und versuchte dann im 5. Gang anzufahren. Die Folge war ein furchtbarer Gestank im inneren des Busses. Darum beschlossen wir, das Essen einfach an diesem Strand zu essen und wir mussten hoffen, dass in Kürze ein Mechaniker erscheint und den Bus repariert. Ich war immer noch guter Dinge, griff mir eine Lunchbox aus der Kühlbox, hier „Esky“ genannt und setzte mich mit den Jungs auf einen Felsen. Der Mechaniker ließ aber auf sich warten und wir durften zum „Champaign Pool“ laufen. Katie entschuldigte sich dafür, verlor aber nie die gute Laune, typisch australisch. Nach ca. 40 Minuten laufen kam ich an und sah, dass der Champaign Pool kein richtiger Pool ist, sondern ein Strand der geschützt von Felsen einen runden Pool formten. Gelegentlich stieß ein Welle gegen diese Felsen und das salzige Wasser schnellte in die Höhe. Ein beeindruckender Eindruck, bei dem wir Ruymams Kamera nutzen um Bilder in Front dieser Felsen machten, während eine Welle über die Felsen brach. Außerdem „plantschten“ wir herum, saßen im flachen Bereich und redeten einfach und legten uns am Ende völlig erschöpft an den Stand und ich schlief ein.

"Champaign Pool" unten rechts


Der Norweger, der in Neuseeland studiert, weckte mich, denn wir haben uns am Parkplatz mit Katie verabredet. Noch schlaftrunken ging ich die Treppen vom Strand hoch und staunte nicht schlecht, da dort kein Bus stand. Anscheinend ist das Problem entweder größer als erwartet oder der Mechaniker ist noch nicht da gewesen, aber Katie erschien in einem Jeep einer anderen Tour und erklärt uns, dass der Bus noch nicht fertig repariert ist und das wir wieder zurück gehen müssen. Also... gingen wir los. Allerdings wurden wir auf halber Strecke von einem dieser Jeeps gruppenweise aufgelesen und wurden zum Bus gebracht, der immer noch an gleicher Stelle stand. Ich sah den Mechaniker, der wohl gerade die Reparatur abgeschlossen hatte. Er wischte sich den Dreck von den Händen und erklärte uns, dass wir jetzt wieder weiterfahren könnten, er würden uns jedoch ein Stück begleiten. So stiegen wir ein und fuhren weiter, ich setzte meine Kopfhörer auf und genoss die malerische Aussicht auf die Insel. Die Insel verfügt über ein unterirdisches Wasservorkommen, dass am Strand an verschieden Stellen austrat, daraus ergaben sich kleine fließende Bäche die zum Meer führen. Im vorbeifahren sah ich in einem solchen Bach einen kleinen Dingo sich baden. Dingos sind auf der Insel weit vebreitet und gefürchtet, allerdings sah der Dingo viel zu harmlos aus. Er war ca. Kniehoch und sah aus wie der kleiner roter Fuchs, sehr niedlich. Jedoch bemerkte Katie den Dingo nicht und wir fuhren deswegen weiter, aber nicht lange. Nach kurzer Zeit merkte ich wie der Bus schlingert. Es schien als hätte der Bus einen Platten, der Bus schwankte nämlich von Links nach Rechts und konnte nicht mehr stabil gerade fahren. Der Bus verlangsamte. Wir wurden angewiesen auszusteigen, beim aussteigen bemerkte ich den Inselpolizisten. Wo kommt der her? Und warum hat er Socken an, auf den das Polizeiwappen und der Ort stehen? Es stellte sich heraus, dass bei einem Hinterreifen die Hälfte aller Radmuttern abgebrochen sind. Es hieß also wieder: Zwangspause! Aber wir machten das Beste daraus, indem wir die Kaffeepause wieder am Strand machten. Fakt es, es gibt schlimmere Orte um eine Panne und einen Kaffee zu haben.
Der Reifen war nach kurzer Zeit gewechselt, aber da der mechaniker auf Nummer sicher gehen wollte, wechselten wir ebenfalls den Bus und fuhren damit zum letzten vorletzten Tagespunkt- Das Maheno Shipwreck. Die Maheno war ein ein 1905 gabautes Luxusschiff, was für die Strecke Melbouren- Sydney und Sydney- Vancouver eingesetzt wurde. Es war das schnellste Schiff seiner Zeit und wurde deswegen in beiden Weltkriegen als ein Krankenschiff/ Rettungschiff eingesetzt. Nach den beiden Kriegen wurde es an ein japanisches Unternehmen verkauft. Als sie die Maheno nach Japan schleppen wollten, kam ein Sturm auf und Seil zwischen den beiden Schiffen riss. Schließlich fand man die Maheno später am Strand der Fraser Island und jeder versuch es wieder in das Wasser zu bekommen scheiterten, also schlachtete das Unternehmen das Schiff aus und überließ es seinem Schicksal. Jetzt ist das Schiff ein rostiger Haufen, aber man erkennt deutlich die gewaltigen Ausmaße und auch ein wenig die besondere Ausstrahlung, da das Schiff definitiv eine aufregende Geschichte zu erzählen hat. Als ich davor stand, dachte ich an die Dinge, die das Schiff erlebt und gesehen haben muss. Außerdem ist das Schiff immer noch sehenswert und beeindrucken. Also machten wir wieder zahlreiche Fotos und ein Gruppenfotos mit gefühlten 20 Kameras.



Der letze punkt war Eli Creek. Eli Creek war ein kleiner Fluss, gespeißt mit dem unterirdischen Wasser, der eine beeindruckende Strömungsgeschwindigkeit haben soll. Als wir den Ort erreichten, bot sich uns ein Anblick von einem Fluß, der aus einem tropischen Dickicht hervorkam. Wir sammelten uns an einem Punkt uns Katie erklärte uns die Sache mit der Strömung und das man sich von ihr treiben lassen konnte.
Das schrie förmlich nach ausprobieren! Die Gesamte Gruppe aus jungen Leuten zog los und fand den Weg an den Anfang des Flusses. Erster Eindruck: Das Wasser war kalt und es gab Fische, aber die Stimmung war gut und so machten alle ein paar Fotos, bevor wir dann nach und nach Richtung Stand trieben. Dennoch war der Punkt mit dem treiben lassen nicht richtig, vielleicht hätte das eine Magersüchtige machen können, alle anderen müssen aber eine Art von Krabbeln anwenden. Wir bewegten uns also mit dem Gesicht voran, eines Raubtiers ähnlich, halb im Wasser und bewegten nur unsere Arme um uns vorm Untergehen zu schützen. Alles in Allem eine tolle Sache, wir hatten unglaublich viel Spaß und die Sache war auch echt ein guter Abschluss für die Tour.



Danach fuhren wir die lange Strecke wieder zurück und Katie versprach uns, dass sie uns für diese Vorkommnisse mit viel Bier entschädigen wir. So erreichten wir ein letztes mal das Tor zum abgesperrten Bereich, wo sich die Lodges und andere Einrichtungen befanden. Ich machte mich auf den Weg zum Abendessen. Als wir alle unser Essen hatten wurde uns von Katie ein Bierkrug nach dem anderen gereicht und wir ließen den letzten Abend mit einem guten Essen ausklingen. Ich verabschiedete mich von allen, die den 3 Tag der Tour gebucht haben und betrat den Shuttlebus, der mich wieder zur fähre bringt. Mit im Bus waren Ruymam und eine Französin, mit der ich mich währenddessen unterhalten hab. Wir nahmen zusammen die Fähre zurück und fuhren danach mit einem weiter Bus zu unserem Hostel. Völlig müde betrat ich mein Zimmer aber ging nochmal in den Aufenthaltsraum um meine Bilder zu sichern und um mit meiner großartigen Schwester zu facetimen. Ich buchte noch den Greyhound-Bus nach Gladstone und ging schlafen.

Alles in Allem kann ich behaupten, dass ich etwas unfassbar einzigartiges erlebt und gesehen habe. Ich hatte eine tolle Gruppe und betrat eine völlig neue Welt. Ich bin froh, dass sich mir so welche Gelegenheiten bieten und ich sie so genießen kann. Die Fraser Island ist eine einzigartiges Naturschauspiel, mit einer wunderschönen tropischen Welt und einer aufregenden Fahrt zu den unterschiedlichen Punkten. Ein absolute Empfehlung für die Fraser Island-Tour!


Am Ende möchte ich euch noch ein frohes neues Jahr wünschen. Ich hoffe ihr seit alle gut in das neue Jahr gerutscht und habt wieder neue Ziele für das Jahr 2014, denn Stillstand ist langweilig!

Sonntag, 8. Dezember 2013

Es geht weiter- Abschied aus Bundaberg

Ich sitze wie ein einsamer Wolf im Greyhound, packe meinen Laptop aus und versuche mal wieder meinen Wortschatz zu nutzen um euch von Sachen zu berichten, die nur schwer zu beschreiben sind.
Als erstes muss ich aber mal etwas zum Greyhound-Bus schreiben. Ich buchte mir in Byron Bay einen „Hop-On,Hop-Off“ Buspass(deutsch: Spring auf/ Spring ab), mit dem ich die Strecke Byron Bay –> Cairns befahren kann und immer wieder aussteigen kann. Es gibt hier zwei Busunternehmen, die Langstrecken fahren, der Greyhound- und der Premierbus. Der Greyhound ist teurer, fährt aber öfters und ist zuverlässiger. Und ich kann euch sagen, ich habe die richtige wahl getroffen. Ich sitze gerade in einem roten Riesen, ausgestattet mit Ledersitzen, USB- Ladeanschluss und Wifi, so lässt es sich reisen. Danke Greyhound!

So jetzt aber, am vergangenen Donnerstag ging also meine Reise endlich weiter. Ich buchte mir ein Fraser Island Tour für Freitag und den Premierbus für Donnerstag, der mich die 2 Stunden nach Hervey Bay fahren sollte. Mein Bus ging um 3:30 Nachmittags (dachte ich...), doch bei der Familie Bailey waren alle Autos vergriffen, was soll ich nur machen? Ich hätte um 8 Uhr morgens gefahren werden können aber ich war nicht gewillt meinen gesamten Tag in Bundaberg mit einem schweren Backpack zu warten. Also hieß es für mich Hitchhiken. Das heißt, ein Pappschild beschreiben und an die Hauptstraße stellen und den Finger raus. Nach 10 min stoppte ein roter Nissan Navara. Ich öffnete die Tür und blickte in das Gesicht einer ca. 55-jährigen Frau die mich nett begrüßt und mir eine Mitfahrgelegenheit anbot. Ich bedankte mich, wuchtete meinen Rucksack auf die Rückbank und stieg ein. Daraufhin folgte eine 20 Minuten Autofahrt nach Bundaberg, bei der sie mir ihre Geschichte erzählte, wo sie aufgewachsen ist, wo sie gewohnt hat und warum sie Bundaberg so liebt. Sie erklärte mir strahlen, dass alle Menschen so freundlich seien, das Wetter immer schön warm ist und das sie 500 m vom Strand entfernt lebt.
Sie setzte mich schließlich am Busterminal ab und fuhr zu ihrer Arbeit. Ich wartet also dort und googelte mit meinem Handy auf den Seiten des Premierbus und guckte mir den Zeitplan vom Bus Cairns-> Brisbane an... Komischerweise startet der Bus gegen 7 Uhr Morgens in Cairns und braucht ca. 20 Stunden bis nach Bundaberg … Oh man, der Bus kam um 3:30 Morgens, welcher Bus fährt denn zu so einer Zeit. Ich dachte daran, dass ich wahrscheinlich mein Geld verloren habe, die 17 AU$, die ich für diese Busfahrt bezahlt habe. Ich überprüfte das telefonisch und wurde bestätigt. Was tun? Erstmal wieder zu Alex gehen, der wohnt 20 min. vom Busterminal entfernt.
Ich stand vor der Tür und mich empfing Prestie, sein Mitbewohner und ich erzählte ihm, dass ich den Nachmittag bei ihm verbringen müsste. Wie geahnt, war das für Prestie und Alex kein Problem. Zu allem überfluss hatte auch noch ein französischer Couchsurfer Geburtstag, Grund genug für die Drabschs Bier und Spirituosen zu kaufen, denn sowohl Alex als auch sein Bruder Chris hatten Couchsurfer bei sich, was wieder zu einer großen internationalen Party führte, es trafen sich Australier, Däninen, Franzosen und ein Deutscher. Und wir hatten ne Menge Spaß...
Es klingelt... Was klingelt? Mein Handy, denn schlau wie ich bin, habe ich mir meinen Wecker auf 2:30 gestellt bevor ich mich dann dem Alkohol zugewendet habe.
Ich kämpfte mich von der Couch, zog frische Kleidung an. schmierte mir ein Lunchpack und schleppte mich mit genügend Restalkohol im Blut in Richtung Bus. Mit 40 Minuten Verspätung kam dann auch der Premierbus mit einem Fahrer,der wie der Personifizierte Müßiggang aussieht. Ein kleiner Dickerchen mit Bart stieg aus und schob sich dabei sein Unterhemd wieder in die Hose. Egal, eingestiegen und ausnüchtern.

Angekommen in Hervey Bay blieb mir noch eine Stunde, in der ich mir einen Kaffee an einer Tanke gönnte und mir am Busterminal die Zähnte putzen, denn um 7:10 holte mich mein Bus zu der Fraser Island Tour ab.        

Samstag, 16. November 2013

Farmarbeit - Welcome Creek

Leider habe ich in letzter Zeit nicht so viel zeit mich mit diesem Blog zu beschäftigen, da ich entweder arbeite oder mich von der Arbeit erhole.
Wie gesagt, habe ich es geschafft mir nach ca. 3 Stunden Farmarbeit zu suchen. Allerdings nur als WOOFer, das heißt, dass ich nur für Kost und Logge dort arbeite. Ich kann schon mal vorweg sagen, dass das ziemlich nervt, du arbeitest dir täglich einen Wolf ab, bekommst dafür aber kein Geld.
Einziger Vorteil, ich bleibe mit meinem Ausgaben auf null, da ich nichts für meinen Unterhalt bezahle und weil es hier im Niemandsland keinen Grund gibt Geld auszugeben. Alleedings verstehe ich mich mit meiner Gastfamilie sehr gut.
Am Montag wurde ich von meiner Gastmutter Sharon und Sohn Jayden(14 J.) abgeholt. Ich habe mich mit ihnen Unterhalten und wurde vorab schon mal vor meiner 25 jährigen Mitarbeiterin, ebenfalls deutscher Herkunft gewarnt. Bei meiner Ankunft zeigte mir Sharon ihre recht große Passionsfruchtfarm und erklärte mir ein bisschen den Ablauf,wobei ich merkte, dass sie sowas schon öfters gemacht hat.
Dann traf ich den Rest der Familie+ Gast, die Familie Bailey bestand aus Sharon, Paul (ihren Mann), Cori( 18J.), Jayden(14J.) und den Gast Julia(25J.).
Fangen wir mal mit dem Gast an, heißt Julia ist wohl 25 Jahre alt, hat jedoch eine Körperstatur wie ein Kastanienmännchen und die geistige Reife eines Alpakas. Der aufmerksame Leser hat herausgefunden, ich mochte sie nicht und sprach mit ihr, außerhalb der Arbeit, zwei ganze Sätze.
Außerdem spekulierten wir alle hinter ihrem Rücken, dass sie irgendeine Krankheit haben muss, da sie für das Essen von zwei Scheiben Toast eine ganze Stunde brauchte und ihr Motorik wirkte unflüssig- ohne Witz.
Der Rest der Familie scheint Gesund. Sharon ist sehr nett und man sieht nach kurzer Zeit, dass sie hier die Hosen anhat, Paul ist der typische Australier, immer gut drauf und nie am nörgeln- nie! Ich bin schon seit drei Wochen hier und ich habe noch nie etwas negatives von Paul gehört, kein Nörgeln, kein Meckern, kein Beschweren... Wie macht der das?
Jayden ist ein smarter, netter Typ, der aber Opfer des Farmleben geworden ist. Es gibt hier kein keine Freunde in der Umgebung, was will man da als Jugendlicher machen, Filme und Serien gucken.
Cori ist im Moment wie ich es vor 2 Monaten war, er geht jeden Morgen früh zur Arbeit als Traktorfahrer auf einer Farm, wo Backpacker Melonen picken und geht danach ins Fitnessstudio, ich beneide ihn.
Allerdings habe ich hier auch einiges zu tun und kann mich über mangelnde Beschäftigung nicht beklagen. Mein Tag beginnt so ca. um 7 Uhr, was hier erstaunlich einfach geht, da die Sonne ins Zimmer scheint und man einfach bei gutem Wetter mehr Lust hat aufzustehen. Danach gibt es ein typisch australisches Frühstück, denn jeder macht sich sein Toast oder seine Cornflakes selbst. Oft sitzt schon jemand am Fernseher und guckt gerade Frühstücksfernsehen. Danach beginnen wir langsam gegen halb 9 die Arbeit und machen meistens ein ersten Pick-up, d. h. jeder greift sich einen Eimer und einen Sammelstock (Stock mit einer Konservendose am Ende). Dabei gehen wir durch die verschieden Reihen, die wie Weinstöcke aufgebaut und sammeln die, auf dem Boden liegenden, Maracujas auf. Um ca. 10:30 Uhr folgt die Kaffepause, mit typisch australischem Kaffee... Pulverkaffee, man gewöhnt sich daran.
Auch Lunch ist bei den Australiern nicht gerade wichtig, hier besteht unser Lunch meist aus zwei Scheiben Toast mit verschieden Beilagen, die alle nicht besonders gesund oder reichhaltig sind. Der Klassiker scheint Toast mit Käse oder Toast mit Spaghetti-Käse-Sauce sein, man darf hier keine hohe Küche erwarten.
Auch das Dinner ist nicht so, wie ich es von zu Hause kenne. Der größte Unterschied ist, dass das Essen fertig auf dem Teller serviert wird. Naja... ich will es nicht zu oft wiederholen, aber die Baileys sind keine Sterneköche, ihr Essen ist eher simple und gelegentlich hilft man sich auch mal mit Tks.
Nach der Arbeit, die meist gegen 16 Uhr endet, beschäftige ich mich mit meinem Notizblock und den Kopfhörern, dem Fernseher oder Jayden. Das Freizeitangebot ist hier leider sehr beschränkt.
Ich fasse mich mal etwas kürzer was hier in der letzten Zeit so passiert ist.
Das erste Highlight, im negativen Sinne, war, dass sich der Gast mit einer Gürtelrose angesteckt hat und diese in der ersten Woche ausgebrochen ist. Das hatte zufolge, dass wir uns alle vor ihr ekelten und mit dem Finger auf sie zeigte. Es erzeugt ein unglaubliches Gemeinschaftsgefühl, wenn wir gemeinsam über sie lästerten und uns gemeinsam unsere Wertsachen desinfizierten. Allgemein kann man sagen, dass wir in dieser zeit einen hohen Verschleiß an Desinfektionsspray und Waschpulver hatten. Die Folge: Der Schädling musste gehen, wir setzten sie in den nächsten Greyhound uns erfreuten uns danach unserer Gesundheit.
Zweites unglaublich großes Highlight: am 31. Oktober. 2013 um 12 Uhr AEDT begann der Vorverkauf der „Eminem Rapture Tour 2014“. Ein Reihe von Konzerten in Melbourne, Sydney und Brisbane. Deshalb sah man mich um Punkt 12 Uhr vor dem Laptop, wie ich mir die Karte für 170AU$ kaufte. Somit hatte ich meinen ersten Termin in 2014, ich besuche am 22. Februar in Sydney ein Eminemkonzert- Wie geil ist das denn bitte?! Es beginnt um 4 Uhr Nachmittags und es treten außerdem viele weiter Rapper auf. Die bekanntesten sind wohl Kendrick Lamar und der australische Rapper 360 (threesixty). Funfact: Das erste Album, dass ich mir im zarten Kindesalter gekauft habe, war Eminem (danke Mama!) und das erste Konzert, dass ich besuche, wird das Eminemkonzert sein. Ich zähle die Tage.
Danach gab es noch verschieden kleine Highlights, wie z.b. die Bootstour inklusive erneutem Wasserski fahren oder dem Partywochenende bei Alex, wo ich „unangemeldet“ eintraf und nach nur ca. 30 min. mit einem Bier und einer geliehenen Bordshorts in einem Pool saß, wo sich gerade 5 weiter Backpacker drin tummelten. ,
Aber das sollte fürs Erste ausreichen. Ich wünsche euch allen noch ein schönes Wochenende, ich hoffe, dass schlechte Wetter mach euch nicht so sehr zu schaffen. Denkt Positiv!

Das Haus der Baileys


Ein Marakujablock






Sonnenuntergang in Australien


Der Fuhrpark




Abendsport am eigenen See


Selfmade Friseur


Jayden


Wie immer- Party bei Alex

Hier scheint jeder ein Boot zu haben






Freitag, 1. November 2013

Couchsurfing in Bundaberg (19- 27th of October)

So mal wieder nach langer Zeit ein neuer Post, habe im Moment sehr viel zu tun.
Am Sonntag nahm ich also den Greyhound-Bus in Richtung Bundaberg, also 7.30h fahrt in Richtung Norden entlang der Ostküste. Da ich Farmarbeit suche, schien das für mich ein idealer Ort zu sein. Bundaberg ist bekannt für die Landwirtschaft, genau genommen Zuckerrohranbau und den (anscheinend) weltbekannten Rum.
Ich erreichte also die 50.000-Einwohner-Stadt um 7:30pm und habe mir vorher telefonisch ein Hostel gebucht, da man kein Unterkunft in Bundaberg über Hostelbooker.com oder Co. Buchen kann. Doch als ich ankam und einchecken wollte war die Rezeption schon geschlossen, was ich vorher noch nie erlebt hatte und nicht nur das, ich irrte also durch Bundaberg, Backpack auf dem Rücken und klapperte JEDES Hostel, Hotel, Motel oder ähnliches ab. ABER NICHTS! Alles hatte zu und so ging ich zunächst zu McDonalds, die wenigsten bis 11 Uhr aufhatten. Mit einem kleinen Menü erkaufte ich mir das recht, dort so lange zu bleiben,bis sie mich rauswerfen würden. Meine Lage schien aussichtslos aber ich versuchte noch einmal alles. Meine Masche? Ich guckte extra traurig und hoffte, dass mich ein christliches Ehepaar oder irgendwelche andere Personen aufnehmen um mir eine Nacht im Freien zu ersparen. Aber auch diese Methode war nicht von Erfolg gekrönt und so wurde ich um Punkt 11 uhr vom Hausmeister des Platzes verwiesen. Danach ging ich wieder eine runde durch die Stadt, um mir wenigstens die schönste Parkbank zu suchen, wobei ich 2 andere Backpacker entdeckte, die es sich gerade in einem Hosteleingangsbereich gemütlich machten. Schnell wurde die Entscheidung gefällt mit diesen beiden Mädels aus England in dem Eingang zu kampieren, woraufhin ich es mir auf dem kalten Marmor so richtig gemütlich machte...
Rückenschmerzen, ein strenger Geruch und ein generelles „Unwohlsein“ waren die ersten Intentionen einer tollen Nacht, die wahrscheinlich noch besser gewesen wäre, wenn ich ein Bett gehabt hätte. Was solls! Ich bin ein Backpacker, das muss so! Ich beschloss, mich mit einem Kaffee und einem richtig teuren Hostel zu belohnen. Ich beschallte 120$ für 3 Nächte und hatte ein 2-Bett-Zimmer, ohne Mitbewohner, aber es war ekelhaft dreckig. Für den Preis bekommt man in Brisbane ein sauberes großes Zimmer mit vielleicht max. 3 Mitbewohnern. Es war dreckig, Staub überall, der Balkon rund um das Haus wurde als Abstellkammer missbraucht und das Putzpersonal, bestehen aus einer Frau, sah man seltener als ein sehr mächtiges Pokemon im selbigen Spiel. Diese 3 Tage kann man gerne vergessen aber am ersten Abend sendete ich schon 2 Couchsurfing-Anfragen raus.
Www.Couchsurfing.com ist eine Seite, bei der Leute gratis eine Schlafmöglichkeit für andere Reisende zur Verfügung stellen. So schrieb ich auch Alex Drabsch an, wobei ich ihm unsere Gemeinsamkeiten und Beschäftigungen in einer kurzen Nachricht schilderte und hoffte, dass er mir zusagt und ich 4 Tage bei ihm schlafen kann. Und ja, mit den Worten: „Hey mate! Sounds awesome! See you soon!:)“, lud er mich zu sich ein.
Donnerstag Mittag legte ich die 2 Kilometer südwärts zurück und stand vor Alex Tür. Doch es machte keiner auf, da sein room mate plötzlich doch arbeiten musste. Also schrieb ich eine SMS und 5 Min. später stand Alex auf der Matte und entschuldigte sich mehrmals für diesen Start. Er unterbrach die Mittagpause um mich in sein Haus zu lassen um mich nach weiteren 5 Min. komplett alleine in seinem Haus zu lassen. Ich war ein Fremder! Er bat mit ebenfalls an, seinen Laptop zu benutzen, da er das W-Lan Passwort nicht wusste. Ich verbrachte den ersten Tag damit, dass ich mich mit seinem Mitbewohner, Alex Priest alias „Priesty“ anfreundete, davor wurde ich jedoch von den Elten überrascht, die gerade die Hauseigenen Hühner füttern wollte und die mir nach einem Gespräch schon anboten, in ihrem Pool zu schwimmen. Danach kam Alex, der eine Ausbildung bei Ford macht, und wir gingen erstmal Essen und Bier kaufen und besuchten die Eltern. Der Vater, Pilot bei ChinaAir, beherbergte 3 Chinesen, jedoch habe ich keine Ahnung in welcher Beziehung die standen. Wir tranken Bier, er zeigte mir seine Waffen, die Chinesen hauten ein paar deutsche Sätze raus, woraufhin ich aus Anstand lachte und bestätigen musste, das dieser gebrochene Satz wirklich Deutsch war.
Am nächsten Tag zog ich mir die letzten folgen „Breaking Bad“ auf einem großen Fernseher rein, was ich jedem empfehlen kann. Des weiteren war der Abend aber eher Ruhig, ein paar Leute kamen rum, es gab Bier und ähnliches, sowie zahlreiche Youtube-Videos.
Tag 3: Wir stiegen in Alex Toyota Hilux und fuhren zu einem Autostrand, es war Offroad fahren at it´s best. Highlight ist das Video, was entstanden ist, als wir die GoPro3 auf den Kühler montiert haben. Als wir wieder zurück waren, nahmen wir direkt das nächste Auto, einen Holden (das „Beste“ aus den GM-Automarken)mit knapp 200Kw und rasten zu einem Drive-Thru-Bottleshop und danach zum Strand. Was ich leider zugeben muss, dass Alex auch nach mehreren Bier noch fuhr wie ein junger Gott. Ach ja und wir sind am Abend fischen gewesen, natürlich nachdem wir uns ein Sixpack „Bitburger“ geholt haben. Gaben aber schon nach 30 Min. auf, da es stinkend langweilig und alles voller Mücken war.
Habe ich schon erwähnt, dass die Familie Drabsch ein Boot hat? Ja sie haben eins. Wir fuhren am Sonntag zum See und ließen das Boot zu Wasser um ein bisschen Wassersport zu betreiben. Während Alex perfekt mit einem Surfbrett hinter dem Boot übers Wasser gleiten konnte, nahm ich lieber das Wakeboard. Wir hatten also einen sehr spaßigen Vormittag und am nachmittag saßen wir beim Vater und tranken alle 1,2...6 Corona. Nach und nach kam die gesamte Familie, da für Abend mein erstes Aussie-BBQ angekündigt war. Es wurden schlechte Witze auf Kosten anderer gerissen, der ein oder andere Herrenwitz wurde herausposaunt, man kann sagen wir hatten Spaß. Danach folgte das Aussie-BBQ, was sich als eine reine Essensschlacht entpuppte. Die Prozedur läuft wie folgt ab: Alle setzten sich an den Tisch, die Mutter brachte kleine Beilage(Salat, Kartoffelgratin etc.) und der Vater machte alle Fleischstücke und Würste auf einmal. Dann erfolgt das, was ich die Raubtierfütterung nenne: der Vater stellt einen großen Teller mit dem ganzen Gegrillten auf den Tisch und sofort fliegen die ersten Gabeln um sich sofort einen Löwenanteil zu sichern. Nach 10 Min. (kein Scherz) sind alle fertig mit dem Essen und die Witzephase beginnt wieder.
Aussie-BBQ
Abschließend kann ich sagen, dass ich eine tolle Erfahrung mit Couchsurfing und vor allem mit Alex gemacht habe. Ich hätte nie gedacht, dass alle so nett sind und mir so viele verschiedene Dinge zeigen. Sehr nett war das Angebot der Mutter, sie zeigte mir ein Gästebett und sagte, dass ich morgen dort schlafen könnte, sie würde sich dafür auch bei Couchsurfing anmelden.
Am nächsten Tag musste ich mir dann hektisch eine neue Unterkunft suche, da ich vorher keine zeit gefunden habe. Unglaublicherweise schaffte ich es, mir in ca. 3 Stunden Farmarbeit zu verschaffen und jetzt arbeite ich schon etwas länger auf der Maracujafarm von Paul und Sharon Baileys, die sich nur ca. 15 min. vom Bundaberg CBD entfernt befindet. So kann ich immer noch ab und zu mit Alex und Prestiey abhängen, aber darum wird es in meinem nächsten Post gehen 

Bundaberg Central






Alex  und sein Vater, (glaube) Rick

Sandy Hook


Bevorzuge das Wakeboard


Angeber